Am 16. August startet der packende Film IN THE MIDDLE OF THE RIVER in den Kinos. Nach seinem intensiven Regiedebüt LOS ÁNGELES (Berlinale 2014, First Steps Award) erzählt darin Damian John Harper erneut in eindrucksvollen Bildern die Geschichte eines jungen Mannes, der sich für seinen Traum von einem besseren Leben nicht vom rechten Weg abbringen lassen will und dabei gegen die fast selbstverständlichen Gewaltstrukturen in seiner Familie ankämpft. Das Drehbuch basiert auf Beobachtungen und wahren Geschichten. Die Schauspieler sind Laien, die für ihre Rollen nicht auf eine Ausbildung, sondern auf ihre einzigartigen persönlichen Lebenserfahrungen zurückgreifen und damit den verschiedenen Charakteren der Geschichte Lebendigkeit und Authentizität verleihen.
Zum Kinostart hatten wir die Gelegenheit mit den beiden Produzenten zu sprechen:
1) IN THE MIDDLE OF THE RIVER ist nach LOS ÁNGELES Eure zweite Zusammenarbeit mit dem Regisseur Damian John Harper. Was macht die Arbeit mit ihm so spannend?
Damian ist in den USA aufgewachsen und hat zuerst Anthropologie studiert, bevor er nach Deutschland gekommen und Filmemacher geworden ist. Das hat seinen Blick auf die Menschen, von denen er in seinen Filmen erzählt, geprägt und macht die Arbeit mit ihm außergewöhnlich. Darüber hinaus ist er ein toller Geschichtenerzähler, der mit viel Leidenschaft an die Arbeit geht.
2) Wie verliefen die Dreharbeiten in New Mexico?
Aufregend! Es war unsere erste Produktion in den USA. Der Norden von New Mexico ist bekannt für Öl-Bohrungen und es sind viele Arbeiter von anderswo dorthin gekommen, oft ohne Familie. Da erlebt man krasse Geschichten um Drogen und Kriminalität und es herrschen viele Konflikte mit den Navajo vom nahe gelegenen Reservat. Letztendlich eben auch genau die Geschichten, die der Film aufgreift. Es ist eine Region, in der im Filmbereich sonst nur Hollywood-Serien wie Breaking Bad oder Better Call Saul gemacht werden. Wir haben mit unserem vergleichbar kleineren Budget an manchen Stellen improvisieren müssen. Aber wir hatten ein sehr engagiertes Team und es sind herausragende Bilder gelungen.
3) Worauf dürfen sich die Zuschauer ganz besonders freuen?
In IN THE MIDDLE OF THE RIVER werden, wie auch schon in LOS ÁNGELES, beinahe alle Rollen von Laien gespielt, die ihre persönlichen realen Erfahrungen mit in die Geschichte des Films eingebracht haben. Das gilt beispielsweise auch für unseren Hauptdarsteller: Eric Hunter ist Irak- und Afghanistan-Veteran und ist tatsächlich auf eine Mine getreten und hat ein Bein verloren. Trotz aller Ähnlichkeiten spielt Eric in seinem Film aber eine Figur, Gabriel. Das schafft eine sehr authentische emotionale Wucht. Das ist ein ungeschminkter Blick auf die USA, abseits der Filmbilder die wir sonst von dort meistens sehen.
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